Ob E-Mails, Präsentationen, digitale Fotos, Kurznachrichten oder beim Onlineshopping: In der digitalen Welt produziert jeder grosse Mengen an digitalen Daten – im privaten wie im beruflichen Kontext. Solche Daten und ihr Umfang stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen, bergen aber auch grosses Potenzial. Unternehmen, die intelligent mit diesen Informationen umgehen, können entlang der gesamten Wertschöpfungskette Mehrwert generieren.

Daten, Daten und noch mehr Daten

Fast alles erfolgt digital – auch in Unternehmen. Jeden Tag generieren Menschen und Maschinen neue Daten. Auch die fortschreitende Vernetzung von Maschinen trägt zur Datenflut bei. Nach Angaben des statistischen Bundesamts wird die Datenmenge weltweit von rund 8,6 Zettabyte im Jahr 2015 auf rund 40 Zettabyte im Jahr 2020 steigen. Mit 40 Zettabyte wird es dann 57-mal mehr Daten als Sandkörner auf den Stränden der Erde geben. Diese Masse an Informationen versuchen Unternehmen über gezielte Analysen und professionelle Aufbereitung für sich nutzbar zu machen.

Der Oberbegriff ist Big Data: die Auswertung grosser, meist heterogener Mengen an Daten. Möglich ist das über einfache oder fortgeschrittene Analysen. Das Potenzial von Big Data erkannt haben nach einer Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) bereits viele deutsche Unternehmen. Sie nutzen vor allem einfache Methoden, zum Beispiel bei der Analyse interner Unternehmens- und Kundendaten für das Qualitätsmanagement. Einen Mehrwert für das eigene Unternehmen zu generieren gelingt dabei vor allem der Transport- und Logistikbranche: Solche einfachen Methoden nutzen bereits zwei Drittel der Unternehmen aus diesem Industriezweig.

Die fortgeschrittene strukturierte Analyse und Auswertung grosser Datenmengen unterschiedlichster Herkunft und Struktur ist in Deutschland dagegen insgesamt noch wenig verbreitet.

Die Lebensumstände und Vorlieben ihrer Kunden zu kennen würde sicher allen Unternehmen nutzen, das Potenzial dieser Daten schöpfen allerdings nur wenige Unternehmen voll aus. Nur selten verarbeiten sie externe Daten und verbinden sie mittels komplexer Analysen mit internen Daten. Auch die Logistikbranche hat hier grossen Nachholbedarf, denn nur zwei von 100 Unternehmen nutzen fortgeschrittene Methoden. Aus diesen Daten liessen sich relevante Vorhersagen und konkrete Empfehlungen für Handlungen ableiten, um beispielsweise den Einsatz der Flotte zu optimieren. Auf Basis fortgeschrittener Datenanalysen könnten beispielsweise Kapazitäten besser überwacht und geplant werden. Viele Unternehmen haben das Potenzial erkannt: 6 Prozent planen und 12 Prozent diskutieren den Einsatz.

Digitalisierung birgt enormes Potential

Die Digitalisierung hat die Industrie bereits vollständig erfasst. Big Data, Vernetzung und Automatisierung verändern inzwischen alle Stufen der bestehenden industriellen Wertschöpfungsketten. Die Digitalisierung zu ihrem Vorteil zu nutzen wird für die Zukunft der Unternehmen entscheidend sein. Das Potenzial kann jedoch nur dann ausgeschöpft werden, wenn sich alle Wirtschaftsbereiche vernetzen und die Akteure in der Lage sind, sich an die neue digitale Ökonomie anzupassen. Diese Veränderung wird meist als digitale Transformation bezeichnet.

Im Positivszenario ergibt sich laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) allein für Deutschland ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial von 425 Milliarden Euro bis 2025, für die europäische Industrie sind es 1,25 Billionen Euro in den nächsten zehn Jahren. Der europäischen Logistik kann eine erfolgreiche digitale Transformation jährlich bis zu 54 Milliarden Euro an zusätzlicher Bruttowertschöpfung bringen. Diesen gewaltigen Chancen gegenüber steht ein ebenso grosses Verlustpotenzial: Verpasst die europäische Industrie die digitale Transformation, könnte allein der Automobil- und Logistikindustrie bis zum Jahr 2025 Bruttowertschöpfung in Höhe von 350 Milliarden Euro entgehen.

Wohin mit all den Daten?

Daten zu sammeln und auszuwerten allein wird die Unternehmen nicht voranbringen. Big Data erzeugt immer grössere Ökosysteme von Daten, die immer höhere digitale Speicherkapazitäten erfordern. Die Nachfrage nach Speicherlösungen wird deshalb auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Grosse Mengen an Daten zu verwalten und zu sichern wird immer wichtiger. Eine stabile und dauerhafte Speicherung grosser Datenvolumen braucht neue Speicherarchitekturen, die einen schnellen Zugriff zulassen und zugleich die notwendige Sicherheit der Daten gewähren. Neue Technologien stehen vor der Herausforderung, einen möglichen Speicherengpass in den kommenden Jahren zu vermeiden.

Neben traditionellen Speicherlösungen fragen Unternehmen auch immer stärker Cloud-basierte Lösungen nach. Häufig nutzen sie sowohl eigene Server als auch Cloud-Kapazitäten, weshalb Dienstleister meist beide Möglichkeiten anbieten.

Digitale Sicherheit

Ganz eng mit der Speicherung digitaler Daten verbunden ist die Frage nach ihrer Sicherheit. Wer kann und darf wann wie welche Daten speichern oder auf welche Daten zugreifen? Inzwischen ist der Aspekt Sicherheit das zentrale Thema in der Diskussion um den Einsatz von Datenanalysen. Faktoren wie Compliance, Recht und Sicherheit engen den Handlungsrahmen der Unternehmen beim Einsatz von umfassenden Datenanalysen ein, denn die Digitalisierung birgt durchaus auch grosse Gefahren: Der Verlust von Daten, der Ausfall von IT-Systemen, Cyberattacken, Datenklau und digitale Industriespionage können die Existenz von Unternehmen bedrohen. Die Anforderungen an die Sicherheit steigen nicht nur stetig, sondern verändern sich auch ständig. Nach einer Studie des Bitkom ist jedes zweite Unternehmen digitalen Angriffen ausgesetzt. Trotzdem scheuen viele Unternehmen noch immer die Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Unternehmen sind gut beraten, sich rasch mit dem Schutz ihrer Daten zu befassen. Laut einer Studie über Industriespionage von Corporate Trust ist das Thema bei den meisten Unternehmen Chefsache. Einige haben jedoch bis heute noch keinen Ansprechpartner, der sich aktiv um den Schutz der Informationen kümmert. In diesem Bereich besteht gewaltiger Nachholbedarf, denn langfristig können Unternehmen, die sensible Daten nicht schützen, nicht überleben.

Source: connected solutions

Geschrieben von Learning Evolution.com

The basis of my professional, polyvalent career is mainly characterized by the following qualifications: - 20 years of experience in Sales & Marketing - 20 years of experience in the field of ICT and in particular, Learning Development, Knowledge Management (KM), Enterprise Content Management (ECM), Customer Relationship Management (CRM) and Search Engine Optimization (SEO) - 20 years of experience in the field of human Resources Management (5 - 25 persons - recruitment, leading, training and motivation of employees) - 20 years of experience as a Project Manager in the field of ICT, chemical and industrial plant design and architecture. - 10 years of experience in 2D / 3D CAD planning - 10 years of experience in the field of Biological and Energy-Efficient Construction - 5 years of experience as a Member of the Board of two companies, with whom I've worked

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