Das Dreyfus-Modell beschreibt das Erlernen von Wissen und Fähigkeiten. Die Brüdern Stuart und Hubert Dreyfus veröffentlichten es im Jahr 1980 am Forschungszentrum der US Air Force an der Berkeley University in Kalifornien. Es ist ein Standardmodell der Lernforschung und vielseitig anwendbar.

Sie unterteilten den Lernprozess in fünf verschiedene Kompetenzstufen, nämlich:

Jedem der Lernstadien ordneten sie bestimmte charakteristische Verhaltensweisen und Kompetenzen zu, und zwar wie folgt:

Anfänger

Der Anfänger hält sich strikt an die ihm vorgegebenen Regeln, ohne genaue Berücksichtigung der jeweiligen Situation. Er versucht, seine Aufgaben nach dem Lehrbuch zu erfüllen. Er kann die Bedeutung und den Fortschritt seiner Arbeit nicht genau einschätzen. Details können keine Prioritäten zugeordnet werden. Seine Entscheidungen tätigt er nach gründlicher und analytischer Reflektion.

Fortgeschrittener

Als Fortgeschrittener verfügt man über ein gewisses, aber unvollständiges Verständnis seiner Tätigkeit. Er kann bereits einzelne Arbeitsschritte voneinander unterscheiden und einigermassen einordnen und widmet ihnen allen gleichermassen viel Aufmerksamkeit.

Fachkraft

Das Stadium der Fachkraft kennzeichnet sich unter anderem dadurch, dass der Lernende einen genauen logischen Zusammenhang zwischen den einzelnen Arbeitsschritten und dem Ziel seiner Tätigkeit herstellen kann. Er besitzt Übersicht über die Situation und plant sein weiteres Vorgehen im Vorhinein. Er erkennt häufige Arbeitsschritte mühelos wieder und entwickelt so Routine. Durch wachsende Erfahrung ist er in der Lage, flexibel auf Aufgaben einzugehen. Er kommt auch mit vielen Aufgaben und Informationen gleichzeitig zurecht.

Erfahrener

Der Erfahrene kann die Situation gut einschätzen und reagiert, indem er unter den einzelnen Arbeitsschritten Prioritäten setzt. Er ist in der Lage, allgemeine Leitfäden heranzuziehen und an die momentane Aufgabe anzupassen. Auch erkennt er Abweichungen vom normalen Schema und kann diese bewusst herbeiführen, wenn es erforderlich ist. Flexibles und schnelles Arbeiten sind kennzeichnend für diese Phase. Der Lernende hat bereits ein intuitives Verständnis für seine Tätigkeit und kann Entscheidungen schnell und sicher treffen.

Experte

Der Experte verfügt über ein profundes Verständnis der Situation und einen reichen Erfahrungsschatz. Er verlässt sich nicht mehr allein auf Leitbilder, sondern findet intuitiv die bestmögliche Lösung. Er kann auch besondere oder seltene Situationen schnell erfassen und meistern. Ausserdem wählt er einen analytischen Ansatz, wenn er mit einer neuen Problemstellung konfrontiert wird.

Das Dreyfus Modell ist nützlich, wenn es darum geht, den Fortschritt eines Lehrlings zu beurteilen. Man kann die Person anhand der oben genannten Charakteristika in das jeweilige Stadium einordnen. Dadurch lässt sich auch genauer ermitteln, was momentan die perfekte weiterführende Förderung für den Lehrling darstellt. Das kann beim Fortgeschrittenen ein eigenständiges Formulieren und Beurteilen des Fortschrittes sein, bei einem Experten beispielsweise ein Austausch mit anderen Experten.

Darüber hinaus kann man präzise definieren, welches Niveau man anstrebt bzw. bei einem Bewerber voraussetzt. Es hilft auch dabei, einzuschätzen, wann ein Lehrling soweit ist, anderen etwas beizubringen, die noch nicht so weit sind wie er.

Hubert Dreyfus

Hubert Dreyfus wurde am 15. Oktober 1929 geboren und ist ein amerikanischer Philosoph. Des Weiteren ist er Professor für Philosophie an der Universität Kalifornien. Sein Fachbereich bezieht sich auf Existenzialismus, Phänomenologie, Philosophie von Psychologie und Literatur, sowie die philosophischen Auswirkungen von künstlicher Intelligenz.

Bekannt wurde er durch seine Kritik an Künstlicher Intelligenz. Im Jahre 1964 veröffentlichte er sein Buch “Alchemy and Artificial Intelligence”, welches die beiden führenden Wissenschaftler (Allen Newell, Herbert Simon) im Bereich der Künstlichen Intelligenz anprangerte. Er stellte nicht nur deren Ergebnisse in Frage, sondern auch deren ganze Theorie. Seine Ansicht war es, dass das Forschungsprogramm der Künstlichen Intelligenz (KI) von vornherein zum Scheitern verurteilt sei.

1967 war er jedoch der erste Mensch, welcher gegen ein Schachprogramm verlor.

Geschrieben von Learning Evolution.com

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